Thermische Verwertungsanlage Schwarza
Stetige Aktualisierung der Anlagendokumentation durch GABO IDM
Wie viele andere Kunden hat auch Dr. Florian Grote (Director SWI Treatment Germany, Indaver Group) bei der AVG Hamburg den Digitalen Informationszwilling mit AVIS® stufenweise eingeführt.
Hören Sie im Interview, warum es nicht reichte, das Papierarchiv abzuschaffen und wie die AVG Hamburg heute den Digitalen Informationszwilling nutzt.
Sind dies die Ursachen?
Knowhow im Gedächtnis der Menschen war und ist der schnellste Speicher. Das heißt aber auch, dass die Informationen nur von den Personen abgerufen werden können, die sie besitzen und vor Ort oder zumindest erreichbar sind. Dies kann zu Problemen führen, wenn der Knowhow Träger nicht verfügbar ist – mittlerweile eine Standard-Situation in Altanlagen. Dort ist der Anteil an erfahrenen Mitarbeitern immer geringer, da sich die Babyboomer-Generation (1946 – 1964) mehrheitlich im Ruhestand befindet.
Dieser ist eine digitale Abbildung der realen Anlage, inklusive aller verfahrensrelevanten und auch leittechnisch angebundenen Komponenten, die alle Informationen aus der technischen Anlagendokumentation in einer webbasierten Plattform integriert. Der Digitale Informationszwilling ermöglicht es, die Anlage virtuell zu betrachten, zu analysieren und zu optimieren. Er ist somit ein sinnvoller ganzheitlicher Ansatz im Rahmen der Industrie 4.0 und bietet einen Mehrwert für alle Beteiligten, von den Betreibern über die Instandhalter bis hin zu den Planern und Ingenieuren.
Anlagendaten und -Dokumente sind
digitalisiert – stetig aktuell – am Prozess nutzbar.
Das ermöglicht:
Erstellen – Pflegen – Nutzen
Stetige Aktualisierung der Anlagendokumentation durch GABO IDM
Standort übergreifende technische Anlagendokumentation im Digitalen Informationszwilling
Konzeption und Steuerung der Planungsdokumentation
Aufbereitung und Standardisierung der R&Is
Aufbereitung der R&Is und KKS-Beschilderung
Management der Technischen Dokumentation bei Teilerneuerung
Ganzheitliches Management der Technischen Dokumentation bei Neubau
Erstellung einer einheitlichen digitalen Technischen Dokumentation
und Portierung in das bestehende DMS
Vorteile des Digitalen Informationszwillings und externer Dienstleistung bei der Zusammenstellung der Technischen Übergabedokumentation nach Umbau
Digitalisierung von Bauvorhaben-Dokumentationen
Bereitstellung der Dokumentation und Anlagendaten für den Betrieb
Digitalisierung der Bestandsdokumentation
Zukunftsfähigkeit durch Struktur, Digitalisierung und Wissen
Meistens blicken herkömmliche Energie erzeugende Anlagen auf eine lange Entwicklung zurück. In Laufe der Zeit haben sich Rahmenbedingungen, Anforderungen und Erwartungen deutlich verändert. Insbesondere Themen wie Wirtschaftlichkeit, organisatorische Effizienz und die Erfüllung regulatorischer Anforderung rückten zunehmend in den Fokus. Vor diesem Hintergrund stellt sich heute die zentrale Frage: Was macht die Anlagen zukunftsfähig?
Ein wesentlicher Treiber für Veränderungen ist die langfristige Zukunftsfähigkeit der Organisation. Bestehende Kostenblöcke, Abschreibungen, Instandhaltung sowie der Einsatz von Personal müssen kontinuierlich überprüft werden. Gleichzeitig ist klar, dass es nicht allein um Preis oder kurzfristige Gewinne geht, sondern um nachhaltige Leistungsfähigkeit und Stabilität.
Die Organisation steht dabei vor der Herausforderung, bestehende Strukturen zu hinterfragen, ohne funktionierendes Wissen zu verlieren. Gerade historisch gewachsene Prozesse sind oft nicht ausreichend dokumentiert, obwohl sie für den laufenden Betrieb entscheidend sind.
Ein zentrales Thema ist die Personalstruktur. Veränderungen in der Personalhierarchie, Generationenwechsel und personelle Fluktuation machen es notwendig, Wissen gezielt zu sichern und weiterzugeben. Wissen, das ausschließlich an einzelne Personen gebunden ist, stellt ein Risiko dar.
Deshalb gewinnt der systematische Umgang mit Know-how an Bedeutung. Wissen muss bereits vor der Inbetriebnahme neuer Prozesse oder Anlagen strukturiert erfasst werden, um späteren Informationsverlust zu vermeiden. In diesem Zusammenhang zeigt sich: Wissen ist nicht selbstverständlich vorhanden – es muss aktiv aufgebaut, dokumentiert und gepflegt werden.
Ein entscheidender Baustein für die Weiterentwicklung ist die Digitalisierung. Sie ist vor allem als Informationslogistik zu verstehen: Informationen müssen zur richtigen Zeit, in der richtigen Form und für die richtigen Personen verfügbar sein.
Digitale Lösungen dienen dabei nicht als Selbstzweck, sondern unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit. Wichtig ist, dass digitale Systeme verständlich sind und nicht zusätzliche Hürden schaffen. Gleichzeitig dürfen rechtliche und organisatorische Aspekte nicht vergessen werden.
Neben organisatorischen und technischen Anforderungen unterliegen Kraftwerke und Müllverbrennungsanlagen umfangreichen gesetzlichen Verpflichtungen – von immissionsschutzrechtlichen Auflagen gemäß BImSchG und 17. BImSchV über die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) bis hin zu den Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG). Betriebsanweisungen, Freischaltprozesse, wiederkehrende Prüfmaßnahmen und Schichtdokumentationen müssen lückenlos eingehalten und für alle Beteiligten jederzeit nachvollziehbar und revisionssicher verfügbar sein.
Mit der AVIS®-Plattform von und dem Digitalen Informationszwilling Ihrer Anlage schaffen Sie genau diese Grundlage: Gesetzlich geforderte Prozesse wie wiederkehrende Maßnahmen (WKM), Revisionsplanung, digitale Freischaltungsplanung und Arbeitsscheine werden zentral abgebildet, vollständig dokumentiert und sind standortunabhängig abrufbar – direkt am Gerät, verknüpft mit der aktuellen Anlagendokumentation und den geltenden R&Is. So wird Compliance nicht zur Bürde, sondern zum integralen Bestandteil einer effizienten, sicheren technischen Betriebsführung.
Die Zukunftsfähigkeit traditioneller Energie erzeugenden Anlagen ergibt sich aus mehreren Faktoren:
Der Ist-Zustand ist dabei nicht als endgültig zu betrachten, sondern als Ausgangspunkt für Weiterentwicklung. Nur durch Offenheit für Veränderung und bewusste organisatorische Entscheidungen kann eine langfristige Leistungsfähigkeit erreicht werden.
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