Schritt für Schritt zur passgenauen Lösung

Wie viele andere Kunden hat auch Dr. Florian Grote (Director SWI Treatment Germany, Indaver Group) bei der AVG Hamburg den Digitalen Informationszwilling mit AVIS® stufenweise eingeführt.

„Wir haben mit GABO ein System entwickelt, das uns hilft.“

Hören Sie im Interview, warum es nicht reichte, das Papierarchiv abzuschaffen und wie die AVG Hamburg heute den Digitalen Informationszwilling nutzt.

Informationen sind in Stress-Situationen wie Störungen oder Wiederanfahren der Anlage schwer erreichbar? Sie haben keine Zeit zum Suchen?

Ihre Situation?

Sind dies die Ursachen?

  1. Anlagen-Dokumentation nicht aktuell und valide?
  2. Zeitaufwändiges Suchen in Systemen, Archiven und Ablagen ist tägliche Realität?
  3. Wissen steckt unerreichbar in Köpfen?
  4. Aufwändige Übertragung des AS-BUILT-Standes in die Dokumentation (Redlining)?
  5. Informationen sind nicht digitalisiert?
Herkömmliche Datenstruktur

Generationenwechsel

Know-How im Gedächtnis

Knowhow im Gedächtnis der Menschen war und ist der schnellste Speicher. Das heißt aber auch, dass die Informationen nur von den Personen abgerufen werden können, die sie besitzen und vor Ort oder zumindest erreichbar sind. Dies kann zu Problemen führen, wenn der Knowhow Träger nicht verfügbar ist – mittlerweile eine Standard-Situation in Altanlagen. Dort ist der Anteil an erfahrenen Mitarbeitern immer geringer, da sich die Babyboomer-Generation (1946 – 1964) mehrheitlich im Ruhestand befindet.

Ihre Lösung:

Der Digitale
Informationszwilling

Dieser ist eine digitale Abbildung der realen Anlage, inklusive aller verfahrensrelevanten und auch leittechnisch angebundenen Komponenten, die alle Informationen aus der technischen Anlagendokumentation in einer webbasierten Plattform integriert. Der Digitale Informationszwilling ermöglicht es, die Anlage virtuell zu betrachten, zu analysieren und zu optimieren. Er ist somit ein sinnvoller ganzheitlicher Ansatz im Rahmen der Industrie 4.0 und bietet einen Mehrwert für alle Beteiligten, von den Betreibern über die Instandhalter bis hin zu den Planern und Ingenieuren.

Die Wirkung:
Reibungsloser und sicherer Betrieb

Anlagendaten und -Dokumente sind
digitalisiert – stetig aktuell – am Prozess nutzbar.
Das ermöglicht:

01

Echte
Digitalisierung

  • Operable Daten statt „nicht nutzbarer Scans“
  • Abbildung von bspw. Instandhaltung, Freischaltung, Wiederkehrenden Prüfungen

02

Schnellere
Instandhaltung

  • Zeit- und ortsunabhängige, mobile Datennutzung
  • Alle notwendigen Dokumente immer aktuell direkt am Instandhaltungs-Prozess; Fehlervermeidung

03

Minimiertes
Haftungsrisiko

  • Gesicherte Verfügbarkeit der richtigen Informationen
  • Compliance dank valider Datengrundlage

Aktuelle Daten am Prozess nutzen

Wir kennzeichen alle Anlagenteile nach dem von Ihnen verwendeten System, z. B. KKS. Nach dieser Struktur bilden wir in der Software AVIS® Ihre Anlage ab. So können Sie direkt vor Ort den Code scannen und auf einen Blick alle aktuellen Daten, Dokumente, Pläne usw. einsehen. Und direkt richtig handeln!
Digitale Verknüpfung via QR-Code mit Handy zum DIZ

Surfen in
multidimensionalen
Strukturen

Am PC oder mobil - navigieren Sie zum R&I und von dort aus weiter entlang der Ihnen vertrauten Kennzeichen-Struktur gezielt zu den Daten, Dokumenten und Listen, die Sie gerade benötigen.
Surfen im Digitalen Informationszwilling 3D-Ansicht

Der Digitale Informationszwilling schafft Ordnung, Wahrheit und neue Möglichkeiten!

In AVIS® werden technische Strukturen KKS/AKZ-basiert dargestellt.
Multidimensionale Abhängigkeiten können so erkannt und dieses Wissen genutzt werden, z. B. zur Erstellung von:

Freischaltlisten

Instandhaltungspläne

Störmeldungen

Arbeitsanweisungen

Wenn Sie Ihren Digitalen Informationszwilling so nutzen,
haben Sie den Datenschatz gehoben!

Lifecycle des Digitalen Informationszwillings

Erstellen – Pflegen – Nutzen

Lifecycle des Digitalen Informationszwillings

Digitale Informationszwillinge im Einsatz

Projekt-Referenzen

Kritische Infrastruktur-Anlagen im Wandel

 

Zukunftsfähigkeit durch Struktur, Digitalisierung und Wissen

Meistens blicken herkömmliche Energie erzeugende Anlagen auf eine lange Entwicklung zurück. In Laufe der Zeit haben sich Rahmenbedingungen, Anforderungen und Erwartungen deutlich verändert. Insbesondere Themen wie Wirtschaftlichkeit, organisatorische Effizienz und die Erfüllung regulatorischer Anforderung rückten zunehmend in den Fokus. Vor diesem Hintergrund stellt sich heute die zentrale Frage: Was macht die Anlagen zukunftsfähig?

 

Ein wesentlicher Treiber für Veränderungen ist die langfristige Zukunftsfähigkeit der Organisation. Bestehende Kostenblöcke, Abschreibungen, Instandhaltung sowie der Einsatz von Personal müssen kontinuierlich überprüft werden. Gleichzeitig ist klar, dass es nicht allein um Preis oder kurzfristige Gewinne geht, sondern um nachhaltige Leistungsfähigkeit und Stabilität.

Die Organisation steht dabei vor der Herausforderung, bestehende Strukturen zu hinterfragen, ohne funktionierendes Wissen zu verlieren. Gerade historisch gewachsene Prozesse sind oft nicht ausreichend dokumentiert, obwohl sie für den laufenden Betrieb entscheidend sind.

Ein zentrales Thema ist die Personalstruktur. Veränderungen in der Personalhierarchie, Generationenwechsel und personelle Fluktuation machen es notwendig, Wissen gezielt zu sichern und weiterzugeben. Wissen, das ausschließlich an einzelne Personen gebunden ist, stellt ein Risiko dar.

Deshalb gewinnt der systematische Umgang mit Know-how an Bedeutung. Wissen muss bereits vor der Inbetriebnahme neuer Prozesse oder Anlagen strukturiert erfasst werden, um späteren Informationsverlust zu vermeiden. In diesem Zusammenhang zeigt sich: Wissen ist nicht selbstverständlich vorhanden – es muss aktiv aufgebaut, dokumentiert und gepflegt werden.

Ein entscheidender Baustein für die Weiterentwicklung ist die Digitalisierung. Sie ist vor allem als Informationslogistik zu verstehen: Informationen müssen zur richtigen Zeit, in der richtigen Form und für die richtigen Personen verfügbar sein.

Digitale Lösungen dienen dabei nicht als Selbstzweck, sondern unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit. Wichtig ist, dass digitale Systeme verständlich sind und nicht zusätzliche Hürden schaffen. Gleichzeitig dürfen rechtliche und organisatorische Aspekte nicht vergessen werden.

Neben organisatorischen und technischen Anforderungen unterliegen Kraftwerke und Müllverbrennungsanlagen umfangreichen gesetzlichen Verpflichtungen – von immissionsschutzrechtlichen Auflagen gemäß BImSchG und 17. BImSchV über die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) bis hin zu den Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG). Betriebsanweisungen, Freischaltprozesse, wiederkehrende Prüfmaßnahmen und Schichtdokumentationen müssen lückenlos eingehalten und für alle Beteiligten jederzeit nachvollziehbar und revisionssicher verfügbar sein.

Mit der AVIS®-Plattform von und dem Digitalen Informationszwilling Ihrer Anlage schaffen Sie genau diese Grundlage: Gesetzlich geforderte Prozesse wie wiederkehrende Maßnahmen (WKM), Revisionsplanung, digitale Freischaltungsplanung und Arbeitsscheine werden zentral abgebildet, vollständig dokumentiert und sind standortunabhängig abrufbar – direkt am Gerät, verknüpft mit der aktuellen Anlagendokumentation und den geltenden R&Is. So wird Compliance nicht zur Bürde, sondern zum integralen Bestandteil einer effizienten, sicheren technischen Betriebsführung.

Die Zukunftsfähigkeit traditioneller Energie erzeugenden Anlagen ergibt sich aus mehreren Faktoren:

  • Fokus auf nachhaltige statt rein vom Preis getriebene Entscheidungen
  • Kontinuierliche Verbesserung statt kurzfristiger Maßnahmen
  • Klare Strukturen in Organisation und Personal
  • Systematische Wissenssicherung
  • Schrittweise, praxisnahe Digitalisierung
  • Bereitschaft zu Lernen nach dem Prinzip „Try & Error“

Der Ist-Zustand ist dabei nicht als endgültig zu betrachten, sondern als Ausgangspunkt für Weiterentwicklung. Nur durch Offenheit für Veränderung und bewusste organisatorische Entscheidungen kann eine langfristige Leistungsfähigkeit erreicht werden.