Fachwissen · Anlagenkennzeichnung
KKS verstehen:
vom Block bis zum Betriebsmittel
Eine visuelle Einführung in den Aufbau einer verfahrenstechnische bezogenen KKS-Kennzeichnung am durchgängigen Beispiel 1 LAC02 CT002 QT12.
Leselogik: Von links nach rechts wird die technische Adresse immer konkreter.
Beispiel:
Die vier Ebenen auf einen Blick
Das Beispiel zeigt eine vereinfachte verfahrenstechnische Kennzeichnung. Die Datenstelle F0 vor dem Funktionsschlüssel und die zusätzliche Datenstelle A3 nach der Aggregatzählung sind hier nicht belegt. Die führende „1“ gehört zur Gesamtanlagenkennzeichnung G.
Eine KKS-Kennzeichnung ist kein frei zusammengesetzter Code. Sie ordnet Gesamtanlage, System, Equipment Unit und Betriebsmittel so, dass technisches Objekt und funktionaler Zusammenhang erkennbar werden.
Jede Stufe beantwortet eine eigene Frage. Zusammen ergeben sie eine eindeutige Zuordnung.
Der Code und seine Bedeutung laufen Ebene für Ebene parallel.
Ebene 2 ist nicht immer „die Pumpe“
Innerhalb eines Systems können unterschiedliche Einheiten gekennzeichnet werden. Das Beispiel stellt einem Pumpenaggregat mit dem Kennzeichen AP001 einen direkten Temperaturmesskreis mit dem Kennzeichen CT002 gegenüber. Beide gehören zur Gliederungsstufe 2. Die zugehörigen Betriebsmittel werden in Gliederungsstufe 3 weiter unterschieden.
Bis hierhin wurde die verfahrenstechnische Kennzeichnung betrachtet. KKS unterscheidet darüber hinaus Einbauort und Aufstellungsort.
KKS dient nicht nur der Kennzeichnung technischer Objekte. In modernen Informationssystemen bildet das Kennzeichen häufig die Referenz zwischen Anlage, Dokumentation und technischen Daten.
GABO IDM nutzt KKS-Kennzeichen als wichtige Referenz zur Verknüpfung von Anlagenobjekten, Dokumenten und technischen Daten innerhalb Digitaler Informationszwillinge.
Dadurch können Mitarbeitende von einem Anlagenobjekt gezielt auf zugehörige Unterlagen, technische Zusammenhänge und weitere Informationen zugreifen.